Alba Berlin oder Hertha BSC Berlin

Im Film Wo ist Fred? mit Til Schweiger, Anja Kling, Jürgen Vogel und Alexandra Maria Lara spielt der Verein Alba Berlin eine große Rolle. In diesem Verein dreht sich alles um Basketball. So verwundert es also nicht, dass auch im Film dieser Sport einen hohen Stellenwert hat. Die Spielstätte von Alba Berlin ist eigentlich die O2 World Berlin mit 14.500 Sitzplätzen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. In „Wo ist Fred?“ findet das alles entscheidende Spiel aber in der Max-Schmeling-Halle statt, wo bis zum Jahr 2007 die Spiele des Vereins ausgetragen wurden.

Für Fans von Alba Berlin dürfte der Film ein unbedingtes Muss sein. Dabei spielt die Handlung für diese wohl eher eine nebensächliche Rolle. Vielmehr ist es das Schwelgen in Erinnerungen an die alte Wirkungsstätte des Vereins, wo man so viel feiern konnte. Immerhin wurde man hier genau im Entstehungsjahr des Films deutscher Pokalsieger. Seit 1991 gibt es den Basketballverein in der deutschen Landeshauptstadt und seitdem spielt man auch in der Profiliga mit.

Wie Alba Berlin zählt ebenfalls Hertha BSC Berlin zu den Profivereinen der Stadt. Hier widmet man sich allerdings dem Fußball. Das lässt wiederum die Frage aufkommen, warum man sich im Film nicht für die populärste Sportart hierzulande entschieden hat. Immerhin ist der Hertha BSC Berlin fast genau 100 Jahre älter als Alba Berlin. Der Fußballverein gehört zur Geschichte von Berlin und ist vielen Menschen bekannt. Ob Alba Berlin über die Grenzen der Stadt und zudem außerhalb des Basketballs in den Köpfen der Leute ist, sei dahingestellt.

Nichtsdestotrotz herrscht keine Rivalität zwischen den Vereinen. Dazu sind Basketball und Fußball zu weit voneinander entfernt. Warum die Entscheidung letztendlich auf Basketball fiel, lässt sich aus der Herkunft des Drehbuchs ersehen. Es stammt nämlich von zwei US-amerikanischen Filmautoren und in Amerika ist Basketball wesentlich beliebter als Fußball. Nach Willen der Drehbuchautoren sollte der Film auch hauptsächlich für den amerikanischen Markt sein. Die Realisierung des Projektes scheiterte allerdings an der Finanzierung. Zu einem späteren Zeitpunkt gelangte das Drehbuch in den Besitz des deutschen Produzenten Matthias Ehmke. Ihm gefiel der Stoff und er bot es Philip Voges, einem Produzenten aus München, an. Dieser sicherte sich 2003 die deutschen Rechte an der Geschichte und produzierte gemeinsam mit weiteren Produktionsfirmen den Film.

Bei der Sichtung des Skripts durch die deutschen Produzenten ging es vordergründig um die Handlung unabhängig vom Sport. Die Sportart spielte eine nebensächliche Rolle, während das der Zuschauer sicher aus einer anderen Perspektive sieht. Es wird sich schon so mancher gefragt haben, warum die Entscheidung auf Basketball anstatt auf Fußball fiel. Dabei sollte das nun wirklich egal sein. Fakt ist, dass man bei der Komödie „Wo ist Fred?“ jede Menge Spaß hat. Und falls irgendwo eine Rivalität zwischen Alba Berlin und Hertha BSC Berlin herrscht, lässt man diese für den vollen Filmgenuss am besten außen vor.